Ach Mensch…

Posted in Alltägliches, Das Boot on 3 März, 2017 by Gunnar

…fast vergessen

img_5954In dieser Woche hatte ich einige Problemchen mit meinem Telefon. Es hat verschiedenes nicht mehr gemacht, was ich von ihm verlangte. Ja, Luxusproblem – weiß ich selber. Trotzdem war das für mich sehr betrüblich, da ich kostbare Lebenszeit und Energie opfern musste, um für geeigneten Ersatz zu sorgen. Darüber hab ich überhaupt nicht mehr daran gedacht, euch darüber zu informieren, dass ich die bestellten Teile in Rieseby bei der Firma Zobott abgeholt habe. Sehr klasse. Die beiden Püttinge sehen so aus wie ich es erwartet habe und freuen sich mit mir, bald eingebaut zu werden. Das andere Ding kommt vorne auf meinen Gennackerbaum. Er soll verhindern, dass sich irgendwelche Leinen um besagtes Teil herumschlingen können, was dann wohl ziemlich nervig sein würde. In meiner Vorstellung war das Teil aus Alu gedreht. Doch ich bekam das Teil aus gedrehten Kunststoff in schwarz, was ich noch viel besser finde. Es passt viel besser zu dem schwarzen Kohlefaser-Baum und ist womöglich auch um einiges leichter. Ich muss jetzt nicht auf jedes Gramm achten, denn ich baue zwar eine schnelle „Rennziege“, habe aber keine Ambition Regatten mitzusegeln, und schon gar nicht zu gewinnen. Also geht bei mir vieles aus dem Bauch raus und ich erfreue mich vordergründig erstmal nur über die Möglichkeiten. Hach, schöner, offener Satz, hihi…

Nächste Woche wird der ganze Kram verbaut. Dazu muss ich an besagtem Baum noch ein paar Sachen vorbereiten, schleifen und lacken. Das sollte keine Schwierigkeiten verursachen, denn: am Montag beginnt mein viertes, und bis auf das kurze Prüfungspraktikum, letzte reguläre Praktikum, welches ich wieder bei den Schleswiger-Werkstätten in Schuby mache. Freu ich mich schon riesig drauf. Dort habe ich nebenbei (Pausen, nach Feierabend, …) Möglichkeiten viel an meinen Projekten zu „basteln“. Hab schon einen ganzen Karton mit Zeug hier bei mir zu Hause zu stehen, was nur darauf wartet, bearbeitet zu werden (Halbmodell, Ohrringe, Ein Türschild für die Malteser, …).

Apropos Malteser: Gestern habe ich ja mein drittes und letztes Pflichtpraktikum beendet. Das war toll. Ich hab eine super Beurteilung bekommen und bin unglaublich herzlich und warm verabschiedet worden. Das war richtig rührend und mir war das fast etwas unangenehm. Aber auch nur fast, denn ich kann ja mittlerweile solche schönen Sachen annehmen und mich tierisch darüber freuen. Ich scheine da nicht den schlechtesten Eindruck hinterlassen zu haben. Ich sage an dieser Stelle ein großes und vom Herzen kommendes Danke. Das war eine tolle Zeit und es hat viel Spass gemacht. Sollte hier ein geneigter Leser eine Ausbildung zum Ergotherapeuten machen und eine geeignete Einrichtung für ein motorisch-funktionelles Praktikum suchen, kann ich die Geriatrische Tagesklinik in Schleswig sehr empfehlen.

So, und Jetzt? Jetzt steht Berichtsschreiberei auf der Agenda. Am Montag muss ich ihn abgeben. Das heißt, mein Wochenende werde ich schreibend verbringen. Recherchieren, strukturieren, schreiben, Yeah. Das setzt mich jetzt zwar nicht unter Stress (noch nicht), aber große Lust hab ich auch nicht. Egal. Im Hier und Jetzt bleiben und Eines nach dem Anderen. So mach ich´s. Also, genießt auch ihr das Wochenende, seit kreativ…

…und erholsam!

Da muss ich einfach…

Posted in Das Boot on 23 Februar, 2017 by Gunnar

…was zu schreiben!

img_5871Heute morgen bekam ich einen kleinen Hinweiß vom Eigner dieser Facebook-Seite, über seinen letzten Beitrag und die Wahnsinns-Resonanz darauf. Ich wusste erst mal gar nicht was er meint, bis ich eine Kollegin kurzerhand mal bat, diese Seite aufzurufen. Ich bin ja seit Jahren nicht mehr bei Facebook. Jedenfalls war ich total sprachlos über die fantastische Kritik und Beschreibung meines Kahns. Die Arbeitskollegen fanden das auch richtig gut. Musste dann den ganzen Tag mit nem Grinsen durch die Gegend laufen. Ich hab mich irre gefreut. Sehr gerne dürft ihr den Beitrag „gefällt-mir-en“ oder/und teilen. Ich kann es jetzt natürlich noch weniger erwarten, dass es endlich weitergeht und vor allem, dass die Schönheit endlich segelklar ist. Habe eben nochmal kurz mit dem obergenannten Eigner der Seite gesprochen und er ist selbst sehr begeistert über die Masse der Leute, die das Schiff richtig super finden. Hat schon mit einigen darüber gesprochen. Nicht das ich noch so ein Ding bauen muss. Wir haben auch schon Termine abgesprochen, um die Püttinge, sobald sie dann endlich da sind, einzukleben. Da geht es mir grad ziemlich gut mit.

Soviel kurz zum letzten Stand. Auch wenn es heute in Strömen regnet, wünsche ich euch eine schöne Restwoche. Sucht euch ein Projekt und…

…erschafft großes!

Klassisch…

Posted in Alltägliches on 22 Februar, 2017 by Gunnar

…sozusagen.

img_5869Seit einiger Zeit konnte mein kleiner Autowagen auf einem Reifen die Luft schlecht halten. Ich glaube ich hatte sowas auch hier schon mal erwähnt. Das war nachher so schlimm, dass ich alle zwei bis drei Tage zur Tanke musste um das Dingen wieder aufzupusten. das ging mir natürlich ganz furchtbar auf den Sender. Ich also zum Autoschrauber meines Vertrauens gekachelt, um mal zu schauen wat da los is. Erste Diagnose: Ventil undicht. Leicht. Vielleicht. Also erstmal das Ventil getauscht und wieder los. Das war schon ärgerlich genug. Zwei Tage später schau ich auf das Rad: schon wieder platt. Och Mööönsch. Naja, beim Autoschrauber angerufen, mach ma zwei Winterreifen klar. Heute dagewesen und man staune, es bot sich diese Bild. Schön einen Nagel eingefahren. Und zwar so gerade das man das echt beeindruckend finden kann. Und dann auch noch genau in so einer Nut. Ich spinne jetzt den Gedanken der Mutwilligkeit mal nicht weiter….

Zu etwas Positiven: Ich hatte heute meine Sichtstunde und bin mit mir und dem Ganzen Ergebnis sehr zufrieden. Der theoretische Teil nach der Therapieeinheit war zwar nich so dolle und hat etwas gehakelt, aber letzten Endes bin ich da mit ner zwei raus. Na bitte, geht doch. Ich freu mich. Jetzt hab ich nur noch den Rest dieser Woche und die nächste Woche nur bis Donnerstag und schon ist dieses Praktikum auch schon wieder vorbei. Zeit rennt.

Achso, und: Püttinge sind bestellt und aller Voraussicht nächste Woche fertig. Ich bin so gespannt. Da kann ich kaum an mich halten….

Heute ist Bergfest und wie jeder halbwegs Gesunde freue ich mich aufs Wochenende. Hab da ein gutes Gefühl. Euch ein paar schöne Tage, macht es wie ich: trinkt einen Tee und…

…freut euch!

Der Mast…

Posted in Das Boot on 18 Februar, 2017 by Gunnar

…steht!

img_5820Endlich! Heute ging es wieder nach Eckernförde, um dem Kahn endlich mal seinen zugedachten Antrieb zu verpassen. Vorher noch bei nem Bäcker vorbei um den Jungs bei Segelsport Jess eine kleine Motivationsstütze zu erwerben. Mit ordentlich Kuchen dort angekommen, haben wir erstmal viel und genauestens Maß genommen, um das Ganze dann mit der Bootsklasse zu vergleichen, für das dieses Rigg ursprünglich gedacht war. Und: Passt alles! Und zwar so exakt, dass es stellenweise ganz schön unheimlich war. Klar, nicht alles ist genauso, denn es sind verschiedene Bootstypen. Trotzdem scheint es so, als hätte sich die lange mühsame Suche gelohnt. Und was fast das Wichtigste ist: die Suche ist vorbei! Nebenbei wurde ich viel für meine, pedantische genaue und saubere Arbeitsweise und für die Qualität der Arbeit beim Bau meiner Jolle gelobt, von der Optik mal ganz zu schweigen. Und wo ich schonmal dabei bin: Die Schute steht ja nun schon seit ein paar Wochen dort. Viele der Kunden von Segelsport Jess haben sich wohl auch sehr positiv über dieses Teil geäußert und sind sehr begeistert davon. Sieht man halt nicht so oft. Sowas geht mir natürlich gut runter und ich freue mich irre darüber. img_5818Langsam bekomme ich auch den Abstand, dass ich das auch gut annehmen kann und sich, Stolz ist nicht ganz der richtige Ausdruck, aber eine souveräne zufriedene Entspanntheit breitmacht, die in mir Glück auslöst und die ich kaum in Worte fassen kann. Nachdem wir mit dem Maßnehmen fertig waren, haben wir die Mastspur angerissen und festgeschraubt. Da die Halle zu niedrig ist, musste das Schiff dann raus und wir haben umgehend den Mast gestellt. ENDLICH! Was für ein Gefühl. Die Wanten müssen noch etwas gekürzt werden aber alles sieht irre gut aus. Ihr könnt euch gar kein Bild machen, was da in mir vorging… Es geht dem Ziel entgegen. Einen „kleinen“ Wermutstropfen gibt es allerdings. Es waren leider keine passenden Püttinge zu finden. Die müssen jetzt eigens aus Niro angefertigt werden, was wieder ein wenig Rennerei und img_5838Zeit in Anspruch nehmen wird. Naja. Da lasse ich mir aber jetzt die Laune nicht durch vermiesen. Alles ist Gut. Das werde ich schon in den nächsten Tagen in Angriff nehmen. Es soll jetzt so zügig weitergehen wie es geht. Nix hetzten, aber zügig. Und mit Bedacht. Is kla, nä… Am Schluss konnte noch ein passender Bugspriet gefunden werden. Der ist von einer Melges und für meine Karre „kaum leicht“ überdimensioniert, was aber irgendwie saustark aussieht. Wat für ein Monster! Supergeil! Kam aus dem Grinsen nicht wieder raus. Muss ich nur noch etwas kürzen, abschleifen und neu lackieren, damit das dicke Rohr mir nicht die Führungen und das Deck zerkratzt. Damit war das heute auch schon gelaufen. Es bleibt: dranbleiben. Bewegen, machen, tun, …

Am Mittwoch habe ich Sichtstunde für mein derzeitiges, drittes Praktikum. Dazu muss ich noch einen Sichtstunden-Bericht verfassen. Zum (hoffentlich) größten Teil konnte ich das zwar schon in dieser Woche fertig machen, trotzdem ist noch einiges zu strukturieren, zu schreiben und zu recherchieren. Das passiert dann morgen. Finde ich jetzt nicht so toll aber wat willst´machen. Da ist es einfach so wie bei allem und da kann ich auch gut und exemplarisch das obige Thema mit einbinden: Positive Entwicklung findet niemals in der Komfortzone statt. Behaltet das bitte immer im Kopf!

Ich will hier aber nicht den erhobenen Zeigefinger zur Schau stellen und einen auf Klugschnacker machen, auch wenn ich da den einen oder anderen im Sinn habe, bei dem dieser erhobene Zeigefinger genau der Finger in der richtigen Wunde ist. Schade! Aber Egal. Gehört nicht hier hin. Für heute bleibt mir nur noch euch einen angenehmen Sonntag zu wünschen. Kommt gut in die nächste Woche und freut euch, denn der Frühling naht! Ich habe heute die ersten Schneeglöckchen gesehen, Yeah! Bis bald und…

…bleibt sonnig!

Kleines…

Posted in Besonderes on 4 Februar, 2017 by Gunnar

…Fundstück.

Ich bin nicht der Meinung hier irgendeinen Bildungsauftrag zu haben. Doch hin und wieder fallen mir Dinge auf, bei denen ich es für wichtig halte, sie mal anzusprechen, kurz den Fokus darauf zu richten und sich selbst mal zu hinterfragen. Heute morgen ist mir dieses Video vor die Füße gefallen.

Es ist von einem Dänischen Fernsehsender und ich finde es kann gut für sich stehen und braucht nicht weiter kommentiert zu werden. Vielleicht erzählt ihr jemanden davon, oder teilt es mit anderen. Ihr wisst ja: Wir alle sind gleich! Macht Euch bewusst, dass ihr, also genauer gesagt du, ein unglaublich toller Mensch seid, der imstande ist unglaubliches zu erreichen, und immer die Möglichkeit hat das Positive zu wählen, statt Hass, Gewalt, Abgrenzung, Ausgrenzung, Ignoranz, Neid, … . Bitte lasst nicht zu, das uns bestimmte Ideologien, Religionen, Parteien, Geld, Geiz, Machthunger, Farben, … oder was auch immer trennen. Wir sind zu besserem fähig. Es ist für jeden genug da…

Huch, jetzt hab ich doch noch was dazu gesagt. Na ja, ist halt meinen Meinung und mein Blog. Ich wünsche euch ein tolles Wochenende und macht es euch schön. Gebt…

…dem Leben und dem Glück Raum!

Und wieder ein paar…

Posted in Besonderes, Das Boot on 15 Januar, 2017 by Gunnar

…Schritte weiter. Yeah!

Endlich geht`s weiter. Und es scheint auf einem guten Weg. Vielleicht zahlt sich Geduld doch aus. Oder? Nee, Geduld zahlt sich auf jeden Fall aus. Ja? Hmm. Ich überdenke das mal weiter…. Was ist passiert?:

img_5735Gestern, am Samstag, waren das Wetter und alle anderen Voraussetzungen in wunderbarer Synchro-nisation. Also, Plane runter vom Schiff, das Ding an den kleinen grünen Autowagen gehängt und ab damit zu Segelsport Jess, nach Eckernförde. Dort wartet ein komplettes Rigg, also Mast, mit Großbaum, Gennacker-baum (da haben wir auch schon mit rumprobiert), Wanten, Segel, etc. auf mich und mein Skiff. Nachdem ich wieder einiges an überaus Positiven über meinen Kutter und der darin steckenden (kann man das so schreiben?) Arbeit gehört habeimg_5733 (sowas tut einfach mal ganz gut), haben wir Vorbereitungen getroffen, demnächst aufzuriggen. Es wird ein Rigg von einem 29erXX (sprich: twänti-neiner-XX) sein, denn die Abmessungen und die Position auf dem Schiff sind, so wie wir zu unserer großen Freude feststellen durften, nahezu identisch. Heißt: es braucht nix geändert, umgebaut oder anderweitig besorgt oder angefertigt zu werden. Einzig das Schothorn der Fock muss versetzt werden. So jedenfalls die derzeitige Einschätzung. Das ist Arbeit für den Segelmacher. Super! Ich hoffe es bleibt dabei. Das wird dann alles in den nächsten Wochen stattfinden. Im Raum stand der Satz „Ein Tag Arbeit und das Teil ist segelklar…“ Na super! Da freu ich mich. Hab mir auch schon eine Gennackerfarbe ausgesucht. Ich bin soooo gespannt und voller Freude….

img_5737Perfektes Zusammentreffen toller Umstände Teil II: Mein Kumpel aus Dresden, mit dem ich auch Sylvester in Konstanz feierte, ist in der Nähe, genauer gesagt in Elmshorn (na gut, Nähe ist ein dehnbarer Begriff), um mal wieder ein wenig Bootsbauer auf Zeit zu sein. Das ist immer ein super Anlass sich zu treffen und lustige Sachen anzustellen. Ich war kaum zu Hause, stand er vor der Tür. Supersache. Weiter zu unserem Dritten im Bunde und mit ihm und dessen Familie erstmal ab an den Strand. Das Wetter wusste zwar nicht so richtig ob es uns heftiges Schneien oder schönsten Sonnenschein bescheren sollte, doch konnte uns das von nichts abbringen. Wir haben einfach die Sonnenphase abgepasst. Sehr klasse alles. Am Strand war wenig los, was wohl den Temperaturen zu verdanken war und das Meer breitete sich glatt und ruhig vor uns aus. Also es gibt diese Tage…

Abends dann nach Kappeln, Fisch essen bis man platzt. Es gibt dort, direkt am Hafen ein kleines Restaurant, mit der Küche (sozusagen) mitten im Raum. Dem Koch kann man zusehen.img_5746 Sowas finde ich ja immer sehr stark. Es gibt keine Karte, sondern man geht vor an die Fischtheke, sucht sich einen Fisch aus und unterhält sich mit dem Koch darüber wie der Kollege am besten zubereitet werden soll. Soooo super. Ich hatte Dorsch in Safransauce. Man war das legggeer. Vorher bekommt man noch einen sehr interessanten, speziellen Salat, mit allerlei Frischem und auch (wohl) Selbsteingelegtem und wenn man das Lokal dann verlässt, ist man echt froh, wieder ein paar Schritte gehen zu können. Fantastisch. Ich bin jetzt kein großer Freund von „Ich-poste-mal-mein-Essen“, aber das Schlachtfeld am Ende zeige ich trotzdem, denn für mich sagt das eine ganze Menge aus. Geht mal hin. Es loht!

Zum Abschluss noch einmal zu unserm Freund von „um die Ecke“. Ein paar Stunden Schnacken und Lachen mit gemütlichem Beisammensein und danach zufrieden nach Hause, um entspannt und ausgefüllt (im wahrsten Sinne) ins Bett zu fallen. Yeah!

Fazit: Das war ja mal ein gelungenes Wochenende, auch wenn ich hier nur einen Tag beschrieben habe. Alles richtig gemacht, hihi…. Ich bin so froh, dass es nun endlich voran läuft und das Ganze weit über den Silberstreif am Horizont hinaus geht. Ich sehe auch das als Lohn der Veränderungen an. Der Weg ist das Spiel. Das sollte man niemals vergessen. Ich werde mir das heute weiterhin gut gehen lassen und wo ich gerade so schön dabei bin, versuche ich natürlich auch, das in der kommenden Woche so beizubehalten. Immer schön auf der Welle des Glücks surfen. Das nehme ich auch als Aufhänger zum Schluss: Nehmt den Wind und die Wellen. Lasst euch vorwärts schieben. Nutzt den Vortrieb. Oder ihr lasst euch einfach …

…mal wieder treiben!

 

Kreuz und…

Posted in Besonderes on 4 Januar, 2017 by Gunnar

…Quer

bildschirmfoto-2017-01-04-um-00-10-59Frohes neues Jahr euch allen! Ich hoffe ihr seit gut hineingekommen und habt ein paar entspannte Tage gehabt. Bei mir war es jedenfalls super. Ich habe einen Haufen alter Freunde gesehen, beziehungsweise endlich mal, nach langer langer Zeit wiedergesehen und einige neue tolle Menschen kennenlernen dürfen. Dazu habe ich in 12 Tagen mehr als 30 Stunden im Auto verbracht und bin über 3200 Kilometer durch ganz Deutschland gefahren. Warum? Na aus Bock! Und es bot sich halt so an. Und eines vorweg: Es hat tierisch Spass gemacht. Das hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Wie ich in meinem letzten Beitrag schon andeutete, hatte ich eine schöne Zeit in Neuwied. Ich hab Muddi besucht, schöne ruhige Weihnachtstage verlebt, ein paar Kumpels abgeklappertimg_5701 (was irgendwie auch immer weniger wird – Schade!), hab meine üblichen Runden durch die Stadt gedreht, war wie jedes Jahr im Kino (hat sich zu einer zufälligen und eigenartigen Tradition entwickelt), Lieblingskneipe (klar, gell), bin aber dieses mal wieder recht früh weitergereist, denn es gab noch vieles anderes zu erfahren, und das im wahrsten Sinne.

Als erstes gab es einen kleinen Stopp in Hessen, um einen Onkel von mir zu besuchen. Sehr Lustig. Viel gelacht, wieder viel exzellenten Wohlklang um die Ohren gehauen bekommen und einen schönen langen Abend lang geredet, geredet, geredet, geredet, …  …, herrlich.img_5617 Am nächsten Tag dann der erste lange Sprung, nach Dresden. Die Fahrt war, bis auf die schöne Landschaft, durch die man fahren darf, ereignislos. Sobald man im Osten ist, scheint der Verkehr, bis auf wenige Ausnahmen weniger, entspannter und lockerer zu werden. Sowas finde ich ja immer gut. Ich sehe das symptomatisch für die Gegend in die man kommt und für die etwas andere Lebenseinstellung der Menschen, die dort wohnen. Das gilt natürlich nicht für alle. Schade eigentlich. Nach Ankunft dort bin ich mit meinem dort ansässigen Bootsbaukumpel noch um die Häuser der Neustadt gezogen, was wie immer richtig gut tut. Und direkt am nächsten Tag, so früh wie ging, gings weiter nach Konstanz. img_5629Auf der Fahrt, die von Kilometer zu Kilometer sonniger wurde, durchstreiften wir das schöne Sachsen, das Vogtland, Franken, Württemberg, Baden, undsoweiterundsoweiter und kamen irgendwann endlich in Konstanz an. Bootsbaukumpel Nummer zwo. Großes Hallo, denn man hatte sich ja leider aus den Augen verloren und ca. 12 Jahre nicht gesehen. Tolles wiedersehen! Nette Familie die er da hat, und bei der wir uns erstmal einquartiert haben. Nächster Tag, trotz Erkältung, raus, Stadt besichtigen. Leider war das Wetter nicht sooo schön, um den Bodensee in seiner vollen Schönheit bestaunen zu können. img_5649Es war nebelig und fies kalt. Die Stadt Konstanz selbst lohnt aber sehr und man sollte sich mal dort hinbegeben. Wir haben den Konstanzer Münster besichtigt und waren in Europas größter Galerie, um nur zwei Beispiele zu nennen. Abends lustige Spiele gespielt und viel gelacht mit alten und neuen Geschichten. Am 31.12., Sylvester, wechselten wir unseren Standort. Dafür sind wir mit der Fähre auf die andere Seite des Bodensees gefahren. Zunächst allerdings erstmal kurz übers Land, um noch jemanden zu besuchen, den wir auf keinen Fall versäumen wollten zu treffen: Bootbaukumpel Nr. drei. Auch mit Kind und Kegel. Dort auch selbes Spiel. Großes Hallo. img_5652Viel gelacht. Große Freude. Sylvester haben wir bei den Eltern von Kumpel Nr. Zwo verbracht. Ich durfte die Familie kennenlernen und kurz vor zwölf sind  wir „Junge Leutz“ auf irgendeinen Berg-Hang-Wiese-WasAuchImmer gefahren um dort, bei Lagerfeuer und (normaler-weise) fantastischer Aussicht auf den Bodensee, das neue Jahr zu begrüßen. Die Aussicht wurde uns zwar durch dichten Nebel verwehrt, was allerdings auch seinen Reiz hatte, denn von den Raketen hat der Nebel komplett die Farben angenommen und durch unser Feuer, entstanden irre Lichtspiele. Sowas in der Art hatte ich vorher auch noch nicht erlebt. Total Stark. Am Neujahrsmorgen, img_5675oder besser gesagt am Neujahrsmittag ging es nach einem ausgiebigen  und leckeren Frühstück, bei herrlichstem Sonnenschein, durch Reif-weiße-Landschaften, zurück nach Dresden. Lange Fahrt, gutes Ankommen, lecker Abschlussessen.

Ich habe dann dort noch zwei schöne Tage verbracht. Es hatte geschneit und Dresden in eine weiße Pracht verwandelt. Natürlich ab raus in die Stadt. Dort waren wir, unter anderem, in einem der heftigsten Läden, die ich je gesehen habe. Ein Outdoor-Fachgeschäft, über vier Etagen und riesiger Grundfläche. Dort gab es alles. Wahnsinn. Spielzeug für Erwachsene. Mit Kältekammer zum ausprobieren von Klamotten,img_5687 einem Becken zum probepaddelnd, ne Kletterwand undundund ….. Das war genau mein Ding. Brauchte eh neue Schuhe. Die Gelegenheit hab ich natürlich genutzt und mir mal richtiges Schuhwerk zugelegt. Man-o-meter, so hochwertige Schuhe hatte ich noch nie. Es war zwar ein Kampf die auszusuchen, doch es hat sich am Ende gelohnt. Tolles Handwerk! Hab die Alten dann auch direkt dort entsorgen lassen. Wat ne Wohltat. Danach direkt mal ne Runde durch den Schnee. Als Abschluss nochmal durch die Nacht und die Neustadt. Schon seltsam: da renne ich „ständig“ mit Leuten durch Dresden die dort leben und der einzige Dresdner bin immer ich. Da denke ich mal drüber nach. Nach dem (und nochmal) wieder ausgiebigen und leckeren Frühstück (ich bin normalerweise nicht so der Frühstücker) und nicht ohne das ich mich großzügig mit leckerem Zeug eingedeckt habe, was es bei mir nicht gibt, ging es wieder Richtung Norden. Auch das, bis auf Kleinigkeiten wie z.B. ein kleiner Stau in Berlin, ziemlich unspektakulär, weshalb ich wohlbehalten und zufrieden wieder zu Hause, auf der kimbrischen Halbinsel, angekommen bin.

12 Tage und ne Menge Weg liegen hinter mir. Ich bin sehr dankbar für diese Zeit. Es hat viel in mir aufgewühlt und viel in mir ausgelöst, denn ich wurde mit vielem konfrontiert, was wieder mal als verschüttet galt. Fotos, Geschichten, Themen, Gespräche, Schweigen, Dialekte, Witze, Rat, Gedanken, Farben, Gerüche, Geräusche, Straßen, Landschaften, Menschen, Freunde, Blicke, Gefühle, … brachten eine Menge zu Tage. Und dazwischen Ich. Und meine Seele immer mit dabei. Wow, ganz schön heftig. Manchmal hatte ich das Gefühl, sie bräuchte immer etwas um hinterher zukommen. Dafür war es gut, immer eine längere Zeit im Auto zu verbringen. Es konnte sich dort schon mal viel setzen. Zeit zum denken und zum nachdenken. Viele neue Ansätze und Sichtweisen. Ich bin sooo dankbar und Inspiriert. Dankbar für alles was ich erlebt habe, bekommen, geniessen und fühlen durfte. Vielen Dank meine lieben Freunde. Fühlt euch umarmt.

So, und nun bin ich gespannt, was dieses Jahr für mich bereit hält und was es tolles zu erleben und zu entdecken gibt. Euch wünsche ich, ebenso wie mir, eine tolle Zeit. Genießt das sein und bleibt immer…

…für alles offen!