…hab ich es endlich getan. Ich habe meine Beschläge bestellt. Jedenfalls erstmal die, die auf das Deck und an den Rumpf geschraubt oder irgendwie anders angebracht werden sollen, müssen, können… …wie auch immer. Alles was dann am Rigg hängt, an Seilchen geknotet oder sich sonstwie zur Sache dazugehörig fühlen will, bestelle ich später. Eines nach dem Anderen.
Das ist jetzt ein seltsames Gefühl, mit dem ich mich auch erst einmal auseinandersetzen muss. Das Schiff fängt langsam an eine Seele und ein Gesicht zu bekommen. Deck und Rumpf wachsen gerade zu etwas „Einem“ zusammen. Ich sehe sie nicht mehr als zwei Bauteile an, aus dem das Boot besteht, sondern es steht nur noch das Boot für sich. An sich toll, aber neu. Wenn man mal bedenkt, wie alles angefangen hat:

Oder hier, vorher noch, die ungesägten Zederbohlen:

Mag man sich gar nicht mehr so richtig vorstellen…
Es ist unglaublich und auch unbeschreiblich. Man fängt nach einigen Überlegungen an. Einfach so, jedefalls aus heutiger Sicht. Zu diesem Zeitpunkt und danach, wärend des Bauens, macht man sich keine Vorstellungen was einen erwartet und was in dieser Zeit alles passiert. Natürlich hat man Hoffnungen und Pläne. Wir wissen aber alle wie das mit diesen Sachen aussieht: Ersten kommt es anders, usw. Nicht nur das hat sich verändert, auch mein Umfeld und dadurch auch ich mich. Meine Jobs, meine Musik, mein Geschmack. Alles anders. Mein Empfinden für das was wichtig ist. Vielleicht ist der Bau meines Bootes eine Art von Heilung. Wie auch immer, wichtig ist, ich sehe endlich Licht am Ende des Tunnels und mich erfüllt langsam eine leichte Unruhe der Vorfreude auf das was sich noch tut.
Na ja, ich bleibe jedenfalls dran und das solltet ihr auch tun. Egal was ihr so macht. Das bezieht sich natürlich auch und besonders auf die Verbesserung der unendlichen Wohlbefindlichkeit.
In diesem Sinne…




